Reiki ist nicht gleich Reiki

Dentho-Gendai

Reiki ist nicht gleich Reiki. Mal abgesehen von den ganzen neuen Modeerscheinungen Reiki in alle möglichen Formen zu pressen, gab es selbst ganz am Anfang der Reiki Ausbreitung schon die ersten Unterschiede.

Hier in Europa wird meistens das Usui Shiki Ryoho gelehrt, das aus der Linie des Dr. Hayashi entstanden ist. Er veränderte die die Ursprüngliche Form des Reikis von Usui – das den Namen Dentho reki ho trug – um es in der westlichen Welt verbreiten zu können.

Er war Arzt und sah Reiki in erster Linie als eine Technik der Heilung durch Handauflegen. Alles andere wie z.B. spirituelle Entwicklung und Alltagsbewältung wurden aus diesem System gestrichen, da wir in der westlichen Welt nicht auf die klassischen asiatischen Grundlagen der Meditation, Energie und Bewegungslehre zurück greifen können.

Reiki war ursprünglich eine spirituelle Lebenseinstellung die alle Bereiche des Lebens betraf. Einen kleinen Rest davon finden wir in den Lebensregeln, die von Usui überliefert wurden.

In den letzten Jahren ist neben dem vielfarbigen Kommerz – Reiki eine neue Bewegung entstanden. Das Gendai System.

Dieses wurde von Sensei Doi Hiroshi ausgearbeitet, in der Absicht die Originallehren von Mikao Usui wieder einzuführen. Auf dem ursprünglichen Dentho Reki hat Hiroshi Doi ein spirituelles Lehrsystem  entwickelt, daß sich den westlichen Grundlagen anpasst, aber dennoch nahe an den Wurzeln bleibt, das Gendai – Reiki – Ho. Dazu zählen viele Originaltechniken zum spirituellen Wachstum und Reinigung. Angepasst wurde nur die Form des Lernens. Im alten Japan zu Usuis Zeiten, war der Meister weisungsbefugt und die Lehrlinge ihm absolut untergeordnet. Sie waren als Schüler in ständiger Lehre und nur durch seine  Zustimmung konnten sie zum nächsten Grad aufsteigen. So etwas würde bei uns sehr argwöhnisch betrachtet und als Guru-Gehabe ausgelegt werden, zumal die meisten gar nicht die Zeit aufbringen könnten, diese Form der Ausbildung auf sich zu nehmen.

Gezählt wurde hier im Gegensatz zu unserem Gradsystemen von unten nach oben, der 6.Grad entsprach dem Anfang des Reikiweges, also unserem 1. Grad.

Es begann mit dem Shoden. Dieser unterteilt sich noch einmal in vier Stufen: Loku – To, Go – To, Yon – To und San – To, ihr jeweiliges Erreichen war auch immer wieder mit einer Einstimmung verbunden.

Es folgte der Okuden, der sich wiederum unterteilte in Okuden – Zenki (=erste Hälfte) und Okuden – Koki (=letzte Hälfte). In Okuden – Zenki erlernte man die Symbole, in Okuden – Koki u.a. die Fern – und Mentalheilung.

Die nächste Stufe – Shinpiden erreichten nur wenige vom ReikiLehrer Auserwählte. War man nach einer längere Lehrzeit soweit, wurde man in Shinpiden eingeweiht. Hiermit erhielt man die Erlaubnis andere Menschen professionell zu behandeln.

Nur wer Shinpiden abgeschlossen hatte, konnte Assistent des Lehrers (Shihan – Kaku) werden. In dieser Position lernte der Schüler alles was sein Lehrer konnte. Wenn der Lehrer es für richtig erachtete, gab er dann irgendwann die Erlaubnis, daß sein Schüler eigene Treffen abhalten und selber einweihen durfte. Damit wurde der Schüler zum Shihan (=Lehrer).

Es war ein Weg über mehrere Jahre intensiven Lernens, Meditation und Anwendung.

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