Glück und Liebe ..

Wenn ich mit meinen Geistführern spreche, bekomme ich meisten nicht die Antworten die ich erwarte.  Im Gegenteil oft kommt etwas ganz anderes, das im ersten Moment zwar hart klingt, aber im Endeffekt sehr stimmig ist.

So wie heute morgen

In der Meditation komme ich immer mehr zur Ruhe. Erst wenn ich sitze, merke ich wie die Arbeiten im Haus und die Sorge um meinen Vater und Finanzielle Dinge doch ziemlich viel Raum in meinen Gedanken einnehmen. Es gibt ständig etwas zu tun und zu bedenken. Ein wahres Hamsterrad an Grübeleien, das mir erst mit der regelmäßigen Ruhe bewusst wurde.

Nach einiger Zeit des Sitzens, wenn mein Kopf frei ist, klopft oft mein Japanischer Geistführer an.

Neben Tipps zur Anlage eines Schaugartens direkt vor dem Fenster des Meditationsraumes und dem Wunsch nach einem Ikebanagesteckt im  – für ihn völlig überfüllten – Raum. Ich habs eher mit den indischen Buddhas und dem Schnickschnack drum rum, er steht mehr auf Leere.  Die Leere hilft bei der Geistigen Leere, wie innen so außen,  genauer gesagt: Nichts spiegelt sich im Wasser, was nicht vorhanden ist“ solche Sprüche muss ich mir öfter anhören.

Heute kamen wir auf das Thema „Liebe“ Ich liebe unser neues Zuhause, kann mich gar nicht sattsehen an dem wachsenden Grün. Es erzeugt in mir ein wundervoll warmes Gefühl des Glücks.

„Glück ist gut“ sagt mein Meister „ das kannst du nicht erreichen, es kommt einfach, nimm es an.“ Aber wenn du sagst, Du liebst es! Dann bindest du dich daran und das ist nicht gut.“

He, moment, lieber Meister. Liebe soll nicht gut sein?

Er antwortet: Diese Art von Liebe ist Bindung. Abhängigkeit von einem Objekt.

Stimmt er hat recht. Ich sagte: Ich liebe unser neues Zuhause. Also ist sie abhängig vom neuen Haus.

Ok. Aber wie ist es mit der Liebe zu uns selbst? frage ich. Das was wir alle in den spirituellen Kreisen erreichen wollen.  Uns selbst zu lieben.“

Das ist Abhängigkeit. Erst wenn es kein Ich mehr gibt, wirst du wahre Liebe erkennen.

Ich denke spontan an die Liebe zu jemand anderen, der ja nicht ich ist. (ja ja ich versuch mich rauszureden)

Er unterbricht meine Gedanken; „Auch das ist ein Objekt. Egal ob du es selbstlos nennst.“

Gut, aber wo ist die Liebe dann? Gib es sie überhaupt? überlege ich.

Ja, natürlich gibt es sie … sie ist immer da.  In jeder Blüten, in jedem Baum, in jedem Vogel, in jedem Tier, in jedem Menschen.  Alles liebt.

Ich denke; sollte es nicht lebt heißen … aber er wischt meinen Gedanken mit einer Handbewegung beiseite.

Denk nicht, dann hast du schon verloren. Spür einfach mal in dich hinein. Jetzt, hier in diesem Zustand der Leere, wenn alles andere verblasst, da kannst du sie spüren.

  in dir drin – was aber nicht du bist.

um dich herum – aber nicht an etwas gebunden.

und tatsächlich in dem Moment durchflutet mich tiefe Wärme, das Glücksgefühl von vorhin aber noch viel viel intensiver

Und in dem Augenblick wo ich es bemerkte und mich dran erfreue, verebt es auch schon wieder. Es ist nicht zu greifen, es ist nicht zu behalten, zu erzeugen.
Es ist einfach …. immer da. Nur merken wir es nicht

 

Danke Meister.

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