Verlust und Trauer – AL Gruppe

Am heutigen Abend haben wir ein etwas schwieriges Thema vorgenommen, zu dem aber jede Teilnehmerin ihre Erfahrung hatte.
Die meisten denken bei diesem Thema sofort an den Tod. Verlust und Trauer begegnet uns in unserem Leben aber ständig. Der Tod ist nur die extremste, endgültigste Form.
Aber auch wenn es um den Verlust eines Partners im Sinn der Trennung geht, der Kündigung von Arbeitsplatz oder Wohnung, haben wir mit Trauer zu tun.
Sie ist vielfältig und wir können uns ganze Leben daran lernen. Auch das Älterwerden , welches oft mit dem Verlust von Gesundheit und Fähigkeiten einhergeht, kann uns trauern lassen. Ebenso wie ein Unfall, der uns körperlich einschränkt.
Trauer ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion auf ein uns traurig stimmendes Ereignis im Leben.
Wir erleben einen Verlust von Zukunft oder trauern über verpasste Möglichkeiten in der Vergangenheit.
Das tröstliche ist, die Erinnerung kann uns keiner nehmen. So wie es bei Bestattungen oft im anschließenden Trauerkaffee ist. Es wird über den Verstorbenen gesprochen oder durchaus über gemeinsame Erfahrungen gelacht. Es gehört das sich an die schönen Zeiten zu erinnern. Rituale die uns erinnern, helfen dabei mit dem Verlust und der Trauer fertig zu werden. Ein Foto, eine Kerze, ein Gegenstand des Vorangegangen.
Die Verehrung von Ahnen wie wir es in den naturspirituellen Kreisen finden, kann sehr hilfreich sein mit der Trauer umzugehen. Der Sterbende trauert vor dem Tod, der Hinterbliebene danach und doch sind ihre Gefühle dabei sehr ähnlich.
Nach der Nachricht, befinden wir uns oft in einer Art Schockzustand. Wir sind oft wie betäubt, desoritiertiert, wissen nicht was wir tun sollen und beginnen oft mit sinnlosen Tätigkeiten um überhaupt etwas zu machen.
Diese Phase hält aber nur kurz an, wenn sie nicht zur Verdrängung wird. Danach durchlaufen verschiedener Emotionen, tiefe Traurigkeit, Angst vor der Zukunft, aber auch Wut auf denjenigen der von uns gegangen ist oder die Menschen drum herum, und auf uns selbst. Das sie oder wir vielleicht nicht genug getan haben um das unausweichliche zu vermeiden.
Nach einiger Zeit folgt die Phase des Erinnerns, wir werden ruhiger, wenn auch nicht weniger traurig , spielen in Gedanken nochmal viele Situationen durch und kommen damit langsam zum Annehmen der gegenwärtigen Situation.
Egal ob es um den Tod geht oder den Verlust des Jobs, wir müssen uns neu orientieren. Das Leben das wir bis jetzt hatten endet und wir müssen eine neue Struktur in unserem Leben finden. Was machen wir mit der freien Zeit, wie soll es finanziell weiter gehen , wer sorgt sich um mich, wer ist da für mich?
Hier müssen wir Lösungen für uns finden, sonst bleiben wir in der Trauerphase aus Selbstvorwürfen und Erinnerung hängen. Dieses kann zu einer chronischer Störung werden, die uns am Weiterleben hindert.
Trauer braucht seine Zeit, aber sie hat ein Ende.
Die Erinnerung und Erfahrung bleibt uns.

 

 

 

 

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