Offenes Herz

In meinen Beratungen wurde ich von vielen Klientinnen gefragt, wie sie denn ihr Herz öffnen könnten. Am Anfang habe ich sie wohl nur sehr erstaunt angeschaut; Herzöffnung?
Ja, in vielen spirituellen Büchern, liest man davon und es wird als eine Notwendigkeit des spirituellen Wachstums angesehen.

Ok, dann sollten wir uns mal näher damit beschäftigen. Mit Herzöffnung ist in diesem Fall bestimmt keine medizinische OP am offenen Herzen und auch keine aztekisch Opfermethode gemeint, aber was ist es denn genau?

In unsere Alltagssprache meinen wir einen offenen, mitfühlenden Menschen, wenn wir sagen „er/sie hat ein offene Herz für alle“ „Ein Herz für Tiere“, Ein Herz für Obdachlose“ Ein Herz für Kranke“
So gesehen ist das Herz, unser Herzchakra, das Zentrum des Mitgefühls, der Zuneigung und Annahme.
Und wenn ich mir meine Klientinnen dann so angeschaut habe, war ich noch erstaunter über die Anfrage.

In dem meisten Fällen, waren es Frauen, die alles für andere getan haben. Oft aus Helferberufen oder mit kranken Angehörigen und Kindern um die sie sich gekümmert haben. Diese Frauen haben ein unheimliches Gespür wenn es um „negative“ Energien geht. Sie merken sofort wenn etwas mit der Arbeitskollegin ist, es der Freundin, dem Mann oder Kind nicht gut geht.
„Ich merke sofort, wenn etwas nicht in Ordnung ist“ sagte eine Klienten. Sie sind wie ein Seismograf der geringste Erschütterungen der Energetischen Ordnung anzeigt. Und am liebsten würden sie alles tun, um es sofort wieder in Gleichgewicht zu bringen. Am liebsten hätten sie sich um alles Elend der Welt gekümmert. Mutter Theresa Syndrom.

Ihr Herz war offen, sie waren voller Mitgefühl für Mensch und Tier. Doch warum haben sie es selbst nicht so wahrgenommen?

Erstens weil sie sich etwas ganz anderes unter dieser „Herzöffnung“ vorgestellt haben. Irgendeine wundersamen spirituellen Einweihungszeremonie.

Zweitens und das war in den meisten Fällen der Fall, waren sie so offen für andere, das kaum noch Gefühl für sie selbst übrig blieb. Sie haben viel und gerne gegeben, aber selten selbst für sich genommen. Die Grundlage allen Lebens, ist es für sich selbst zu sorgen.
Wann hast du dir das letzte Mal einen ganzen Tag Zeit für dich genommen. Einen Wellnesstag gemacht oder ein Seminar besucht – nur für dich und nicht um anderen damit zu helfen.
Aber ich darf doch nicht so egoistisch sein und mich nur um mich kümmern. sagen viele.
In dieser Aussage finden wir ein ganz typisches Mutter, eine Verallgemeinerung, „nur um mich“, es hat doch keiner gesagt, das du sich „nur um dich“ kümmern sollst. Natürlich sollen und dürfen wir uns um anderen kümmern. Aber auch und zwar an erster Stelle, darfst und musst du dich um dich selbst kümmern. Denn nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du auch anderen gut tun.
Öffne dein Herz nicht nach außen, sondern öffne es nach innen, zu dir. Sei achtsam und mitfühlend mit dir selbst. Nimm dich in dein Herz, sorge für dich.

Bei einigen Menschen ist es tatsächlich so, das sie ihr Herz aufgrund vieler Verletzungen verschlossen haben. Es ist ein natürlicher Selbstschutz um uns vor emotionalen Schmerzen zu schützen. Sie beschreiben es wie eine Mauer, die sie um sich gezogen haben, oder ein Rollo mit welchem sie sich verschließen. Oft unbewusst.

Wie können wir nun so ein geschütztes Herz öffnen.

Lege die Hände auf deine Herzgegend.
Beobachte dich. Spüre nach innen
Da ist nichts zu spüren? Ja, das kann passieren.

Nun stell dir vor, das jemand bei dir ist, ein Herzensmensch. Dein Kind, dein Partner, deine Eltern, zu wem immer du ein warmes herzlichen Gefühl aufbauen kannst.
Es kann auch ein Tier oder ein besonderer Ort sein, an dem du ich glücklich gefühlt hast.
Stell dir ein herzallerliebstes Kätzchen vor …

Gehe in dieses Gefühl hinein, beobachte es, wie fühlt es sich an, sein Herz für jemanden zu öffnen. Dieses Gefühl kennen alle Menschen, wir haben es oft nur vergessen.
Achte darauf wie es sich anfühlt.
Nun achte wieder auf dich selbst. Spüre deinen Herzschlag. Sei ganz bei dir. Versuche das gleiche Gefühl in dir für dich zu spüren.

Es kann sein, das die Tränen fließen, oft muss die Mauer erst schmelzen, bevor wir zum Gefühl kommen. Habe Mitgefühl für dich selbst. Sei offen für deine Bedürfnisse.

Im Buddhistischen haben wir hierzu eine Meditation, die Metta Bhavana.
Die Förderung von liebevoller Güte.
Der erste Schritt, ist Metta für dich selbst.

 

Möge ich gesund sein und frei von Leiden
… Möge ich frei sein von Haß, Gier und Verblendung.
… Möge ich angefüllt sein mit Ruhe, Gelassenheit und Frieden.
… Möge ich glücklich sein.

 

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