Treue

war das Thema des gestigen Abends.
Erstmal mussten wir definieren, was Treue für uns überhaupt ist. Frau erklärt es durch Gefühle; Treue fühlt sich sicher an, es gibt ein gutes Gefühl. Es hat was mit Vertrauen zu tun.
Das leitet sich sogar vom Wortstamm ab, aus dem mhd. triūwe, Nominalisierung des Verbs trūwen „fest sein, sicher sein, vertrauen, hoffen, glauben, wagen“

Wenn wir allgemein von „Treue“ sprechen, wird der Begriff meistens auf die Sexuelle Treue reduziert. Sexuelle Exklusivität beziehungsweise Monogamie in einer Partnerschaft.

Doch selbst das Ehegelübbte; „Ich gelobe dir treu zu sein .. bis das der Tod uns scheidet, so wahr mir Gott helfen“ beinhaltet mehr als das.

Zueinander stehen, sich aufeinander verlassen können, füreinander da sein, vertrauen das der andere nichts tut um einen zu verletzten.

Sowas wie „Treue Tests“ passen da überhaupt ins gemeinsame Ideal von Treue. Wobei das ein Thema für sich ist. Jeder zweite (egal ob Mann oder Frau) geht mindestens einmal in einer festen Beziehung fremd. Ist es also nicht ein unerreichbares Ideal?

Und Treue ist noch viel mehr. Wir können auch einer Gruppe z.B. einer Firma oder einem bestimmten Handel treu sein. Hierfür verwenden wir meisten den Begriff Loyalität.

Treuepunkte, Treueprämien,….. auch damit verschaffen wir uns und dem Unternehmen ein gutes Gefühl.

Der wichtigste Punkt des Abends war die „Treue zu sich selbst“.
Um uns selbst treu zu sein, müssen wir uns selbst unsere Wünsche und unsere Grenzen kennen. wir müssen zu unseren Vorlieben und Eigenschaften stehen.

Nur so können wir Grundsätze entwickeln, Prinzipen. Was nicht bedeutet, das diese nicht veränderbar sind. Etwa aus Prinzip nicht zu tun, grenzt uns wiederum ein und macht Entwicklung unmöglich. Mit dem Partner neues auszuprobieren, was unsere Grenzen berührt, kann etwas sehr befreiendes sein.

Dann kam eine spannende Frage auf: Können wir uns selbst untreu werden, uns betrügen oder enttäuschen?

Ja, das scheint tatsächlich möglich zu sein. In vielen Beziehungen sehen wir, das die Partner immer mehr zu einem Spiegel des Gegenübers werden, anstatt ihre eigenen Individualität zu leben. Wir beginnen durch den Partner zu leben, zu fühlen …
„Wenn es ihm gut geht, geht es mir gut … wenn er da ist, ist alles gut… wenn er nicht da ist, was anderes tut, als mit mir zusammen sein, macht das Angst und verwirrt.
Liebt er mich noch? ist er noch gerne mit mir zusammen? Bin ich noch attraktiv für ihn?.“

Aber gerade durch diese Anpassungen verlieren die Partner in einer Beziehung auch ihren ursprünglichen Reiz füreinander.

In wie weit können oder müssen wir sogar, uns selbst in einer Beziehung treu bleiben?
Wie können wir uns verbinden, ohne uns selbst zu verleugnen?
Erinnere ich an deine Singelzeit zurück, was hast du da gerne gemacht?
Und machst du es heute in der Beziehung auch noch?
Wie viel Raum hast du für deine eignen Interessen?

Jede gute Beziehung lebt auch von Kompromissen. Auch sich selbst gegenüber?
Oder bleibst du hart: „und ganz du selbst“

„Ich bin wie ich bin und das ist gut so!“ sollte kein Dogma sein, das uns in der Entwicklung behindert, sondern eine Selbsterkenntnis.

 

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